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Geografie

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Das Kaliningrader Gebiet liegt im Nordosten Europas und hat eine etwa 250 Kilometer lange Küste zur Ostsee. Es handelt sich um eine russische Exklave, die eingekeilt ist zwischen Litauen und Polen und somit von „Zentral-Russland“ isoliert liegt. Seit dem EU-Beitritt Polens und Litauens ist der Oblast Kaliningrad sogar von einer EU-Außengrenze umgeben.

Das Kaliningrader Gebiet umfasst etwa 15.000 Quadratkilometer und ist damit etwas kleiner als das deutsche Bundesland Thüringen. Es ist das westlichste Staatsgebiet von Russland. Bekannte Flüsse im Kaliningrader Gebiet sind Neman (Memel) und Pregel. Der Pregel mündet bei Kaliningrad in das Frische Haff. Die Memel bildet die nördliche Grenze des Oblast und mündet in das Kurische Haff.

Geografisch interessant sind vor allem die Frische und die Kurische Nehrung. An beiden Nehrungen hat das Kaliningrader Gebiet nur einen Anteil: Die Frische Nehrung gehört im südlichen Teil zu Polen, die Kurische Nehrung im nördlichen Abschnitt zu Litauen. Bei beiden Nehrungen handelt es sich um Landzungen, die das „dazugehörige“ Haff von der Ostsee trennen.

Die Kurische Nehrung ist etwa 100 Kilometer lang, an ihrem nördlichen Ende, bei Klaipeda in Litauen, besteht eine etwa 300 Meter breite Öffnung zum Meer. An der breitesten Stelle (in Litauen) misst die Nehrung vier Kilometer, an der schmalsten Stelle (in Russland) sogar nur 400 Meter. Die Kurische Nehrung ist während der letzten Eiszeit entstanden. Zwischen den der Küste vorgelagerten Endmoränenhügeln, die einzelne Inseln bildeten, kam es zu weiteren Sandablagerungen, es bildete sich daraus die Landzunge. Die etwa 70 Kilometer lange Frische Nehrung ist maximal zwei Kilometer breit. Bei Baltijsk (Pillau) gibt es eine Öffnung zur Ostsee.

Die Samland-Küste im Westen des Oblast, gelegen zwischen der Frischen und der Kurischen Nehrung, ist bekannt für ihre reichen Bernsteinvorkommen. In Jantarny (Palmnicken) wurde und wird im Tage- und Tiefbau das fossile Harz abgebaut. Im Kaliningrader Gebiet herrscht ein gemäßigtes Kontinentalklima mit maritimem Einfluss. In den relativ kurzen Sommern zwischen Juni und August sind die Tage warm. Die Nächte bleiben dämmerig, sie kühlen aber auch im Sommer recht stark ab. Die Winter können kalt werden.