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Bevölkerung

In der Exklave Kaliningrad leben ungefähr 950.000 Menschen. Von ihnen sind mehr als 80 Prozent ethnische Russen. Zudem leben hier jeweils etwa 4 Prozent Ukrainer und Weißrussen, außerdem einige Litauer (1 Prozent), Armenier sowie eine kleine deutsche Minderheit. Die hier lebenden Russlanddeutschen sind meist Rückkehrer aus anderen Teilen der ehemaligen Sowjetstaaten, die nach dem Krieg dorthin vertrieben worden waren.

Interessant ist, dass ein Großteil der Bevölkerung erst nach 1945 im Kaliningrader Gebiet im Zuge der Sowjetisierung gezielt angesiedelt wurde. Eine „ursprüngliche“ Bevölkerung mit langen, lokalen Familientraditionen gibt es kaum. Nur etwa 50 Prozent der Einwohner sind im Kaliningrader Gebiet geboren. Auch die Unabhängigkeit der ehemaligen Sowjetrepubliken Litauen, Lettland und Estland führte dazu, dass sich die damals dort lebende russische Bevölkerung nun in dem Oblast Kaliningrad ansiedelte.

In der Stadt Kaliningrad (Königsberg) leben etwa 430.000 Menschen, die nächstgrößeren Städte sind Sowetsk (Tilsit) und Tschernjachowsk (Insterburg) mit jeweils etwa 40.000 Einwohnern sowie Baltijsk (Pillau) und Gussew (Gumbinnen) mit je etwa 30.000 Einwohnern.