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Bernstein

Bernsteinverkauf in Rauschen, Kaliningrader Gebiet

Bernsteinverkauf in Rauschen, Kaliningrader Gebiet

Bernstein, das fossile Harz von Nadelbäumen, das durch eine Jahrmillionen dauernde Verhärtung zu einem Stein gepresst wird, ist eng mit der Ostsee-Küste verknüpft. Hier gibt es die reichsten Vorkommen. In Jantarny (Palmnicken) gibt es sogar eine Bernsteinmine, hier wird der schimmernde Stein in Tage- und im Tiefbau gefördert.

Vermutlich stammt der baltische Bernstein aus einem erdgeschichtlichen Bernsteinwald. Es existieren aber keine gesicherten Belege über dessen Standort, sein genauer Ursprung ist somit nicht eindeutig geklärt.

Bernstein kann im ganzen Kaliningrader Gebiet, wie auch in den Nachbarländern Polen und Litauen, käuflich erworben werden – meist zu Schmuck oder Kunsthandwerk verarbeitet oder als „pure“ Steine. Sie sprechen mit ihrer warmen Farbe und dem schimmernden Effekt die Sinne an. Seine Farbe kann von weiß über gelb bis rot, rotbraun bis grünlich variieren. Manche Steine sind trüb, manche sind glasklar. Bernstein mit sogenannten Inklusionen ist besonders begehrt. Inklusionen sind Einschlüsse von Insekten oder anderen tierischen und pflanzlichen Überresten sowie von Wasser oder Luft. Manchmal sind die Einschlüsse noch genau zu erkennen – ein kleine Mücke oder Fliege, die von der Verharzung überrascht wurde und nun Aufschluss über die Lebewesen vergangener Zeiten gibt.

An den Stränden der Nehrung und der Samland-Küste können Urlauber selbst auf die Suche nach dem mystischen Stein gehen.

Übrigens: Das legendäre Bernsteinzimmer, das mittlerweile als Replik im St. Petersburger Katharinen-Palast zu sehen ist, befand sich gegen Ende des Zweiten Weltkriegs im Königsberger Schloss. Seit dem Ende des Weltkrieges gilt es als verschollen.