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Länderinfos

Länderinformationen über das Kaliningrader / Königsberger Gebiet


Das Kaliningrader Gebiet im Überblick

Lage:
Das Kaliningrader Gebiet grenzt im Westen an die Ostsee, im Norden und Osten an Litauen und im Süden an Polen.

Ländername:
russ.: Калининградская область/Kaliningradskaja oblast

Größe des Landes:

15.125 qkm

Hauptstadt:

Kaliningrad (mit ca. 423.000 Einwohnern)

Sprache:  
russisch

Bevölkerung:
Gesamtbevölkerung: ca. 940.000, davon ca. 82,4% Russen, 5,3% Weißrussen, 4,9% Ukrainer, 1,5% Litauer

Religionen/Kirchen:
russisch-orthodox

Staats/Regierungsform:
Präsidialdemokratie mit föderativem Staatsaufbau

 

Zielgebietsinformationen:

Kaliningrad

Kaliningrad ist ein hoch interessantes aber auch ein sehr spezielles Reiseziel. Wer mit der Absicht einer klassischen Städtereise hierher kommt, muss scheitern. Wer sich aber auf den historisch-tragischen Hintergrund der Stadt einlässt, wird mit vielen Eindrücken belohnt. Das frühere Königsberg ist nur in Fragmenten erhalten und aus der einst kulturell zu blühenden Stadt ist über weite Strecken eine sowjetische Stadt geworden. Dennoch gibt es viel zu entdecken. Zu den markantesten Punkten zählen der wieder aufgebaute Königsberger Dom, die alte Börse, Luisenund Judittenkirche, das Stadttheater und die Stadttore der späten Befestigungsanlage, allen voran das Königstor. Aber es gibt noch vieles mehr, dass einem oft erst auf den zweiten Blick auffällt. In den letzten Jahren, seit der 750-Jahr-Feier hat dich Stadt einen enormen Aufbruch erlebt. Deutlichstes Zeichen ist der Hansaplatz und das neue Fischdorf am Pregel. Das Erfreulichste: Die heutigen Einwohner interessieren sich wieder für die Geschichte ihrer Stadt.

 

Baltijsk (Pillau)

Der Seehafen Pillau ist wegen der hier liegenden russischen Flotte nach wie vor militärisches Sperrgebiet. Die Genehmigung für einen Besuch ist allerdings nur eine Formsache. Inzwischen gewinnt Pillau als Fährhafen wieder an Bedeutung. Besucher können Tagesausflüge unternehmen oder in einfacheren Hotels wohnen.


Gusev (Gumbinnen)

Im östlichsten Bereich des Kaliningrader Gebietes liegt Gumbinnen. Sehenswert ist die Salzburger Kirche und der wieder auf seinem Platz befindliche Gumbinnener Elch. Auch sind noch viele alte Häuser erhalten. Unweit von hier liegt das frühere Gestüt Trakehnen. Es gibt ein kleines Hotel.


Jantarny (Palmnicken)

Hier in Palmnicken an der Samlandküste liegt der einzige Bernsteintagebau der Welt. Mehr als 95% der weltweiten Bernsteinförderung kommt von hier. Aber Palmnicken mausert sich auch zu einem Urlaubs-Geheimtipp! Der einsame Sandstrand ist nicht so voll wie in Rauschen oder Cranz und inzwischen gibt es auch gute Hotels. Der Charakter des Ortes ist außergewöhnlich gut erhalten, so als ob ein wenig die Zeit stehen geblieben ist.


Jasnaja Poljana (Trakehnen)

Das einst weltberühmte Gestüt existiert nicht mehr. Zu sehen sind noch das alte Tor, das Verwaltungs- und einige Nebengebäude. Eine kleine Pension bietet Unterkunft.

 

Kurische Nehrung (russischer Teil)

Auf der russischen Seite der Kurischen Nehrung liegen die Orte Morskoje (Pillkoppen), Rybatschij (Rossitten) und Lesnoje (Sarkau). In Pillkoppen breitet sich die Dünenlandschaft beeindruckend aus, während in Rossitten das Erbe der ältesten Vogelwarte der Welt gepflegt wird. In Sarkau befindet sich mit ca. 300 Metern die schmalste Stelle der Nehrung.

 

Maevka (Georgenburg)

Unweit von Insterburg entstand neben der historischen Georgenburg schon vor Jahrhunderten ein berühmtes Gestüt. Noch heute ist es aktiv und mit einem netten kleinen Hotel verbunden. Eine prima Ausgangsbasis für Erkundungen im östlichen Kaliningrader Gebiet.

 

Matrosovo (Gilge)

Das Dorf Gilge liegt beidseitig am gleichnamigen Fluss, kurz vor der Mündung in das Kurische Haff. Man kommt nur aus südlicher Richtung von Labiau hierher, an das Nordufer führen nur Boote. Auch hier scheint die Zeit fast stehen geblieben zu sein. Zwei kleine Hotels bieten Unterkunft.

 

Pollesk (Labiau)

An der Mündung der Deime in das Kurische Haff liegt Labiau. Die einstige Ordensburg ist heute als Fabrik recht entstellt und kaum als Burg zu erkennen. Einige Häuser sind erhalten. Von hier führt die einzige Straße in das Dorf Gilge.

 

Selenogradsk (Cranz)

Der einst mondäne Badeort am Fuße der Kurische Nehrung galt früher als „Badewanne“ der Königsberger. Das ist er im Grunde noch heute. Vom einstigen Glanz zeugen heute noch viele Gebäude im Stil der Bäderarchitektur. Leider oft in bedauernswertem Zustand. Dennoch hat Cranz auch heute noch Charme. Das Hotelangebot ist sehr ordentlich.

 

Sovjetsk (Tilsit)

Die zweitgrößte Stadt des Kaliningrader Gebietes liegt direkt an der Memel. Hier erfolgt der Grenzübertritt nach Litauen über die berühmte Luisenbrücke. Im Stadtbild hat trotz starker Kriegszerstörungen vieles die Zeit überdauert. So kann man noch heute durch viele Straßen von Tilsit flanieren. Tilsit ist Sperrgebiet und bedarf einer Besuchsgenehmigung! Für Hotelgäste erfolgt die Genehmigung automatisch.

 

Swetlogorsk (Rauschen)

Ebenfalls an der Samlandküste liegt das beliebte Seebad Rauschen. Einst weniger mondän als Cranz, konnte Rauschen die Zeit in gutem Zustand überstehen. Als Kurort für verdiente Sowjets wurde die alte Bebauung sehr gepflegt, so dass die typischen Holzvillen noch oft erhalten sind und der grüne Charakter bewahrt wurde. So ist Rauschen auch heute wieder ein attraktives Reiseziel, in dem man wirklich gut Urlaub machen kann.


Tschernjachowsk (Insterburg)

Hier, wo am Zusammenfluss von Angerapp und Pissa zum Pregel werden, liegt Insterburg in landschaftlich reizvoller Umgebung. Das Stadtzentrum hat gut zur Hälfte den Krieg überstanden und ist so noch heute zu bewundern. Am Rande der Stadt stehen nach wie vor die Ruinen der einstigen Insterburg.

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